Ohrkorrektur (Ohrenkorrektur)

Die Korrektur abstehender Ohren ist ein anspruchsvoller Eingriff, der vielfach unterschätzt wird. Es gibt mehrere Ursachen, weshalb Ohren abstehend wirken und für eine befriedigende Korrektur müssen eine Reihe weiterer Details in das Operationskonzept miteinbezogen werden.

Es gibt anatomisch gesehen folgende drei Möglichkeiten, warum Ohren abstehend imponieren:
zu breite Concha
stumpfer Anthelixwinkel (> 90°)
beide Ursachen liegen gemeinsam vor

Am häufigsten liegt die Mischform vor, also eine zu breite Concha mit stumpfem Anthelixwinkel.

Für ein schönes Ergebnis müssen häufig noch folgende Details berücksichtigt werden:
Stehen auch die Ohrläppchen ab, müssen sie durch einen eigenen, zusätzlichen Eingriff angelegt werden.
Stehen Knorpelanteile entlang der Anthelixfalte hervor, sollten sie ebenfalls korrigiert werden.

Es gibt zwei Operationsprinzipien: entweder wird der Ohrknorpel mit formenden Nähten (Fadenmethode) in die gewünschte Position gebogen oder mit dem Skalpell modelliert. Die Fadenmethode ist grundsätzlich keine gute Methode, weil der Knorpel nur „verformt“ und nicht „geformt“ wird. Zudem verbleibt der Knorpel fast immer unter Spannung, weshalb er nicht selten in seine ursprüngliche Position zurückkehrt und das Ohr wieder absteht. Mit dem Skalpell kann im Gegensatz dazu jede gewünschte Formänderung vorgenommen werden, das Operationsergebnis ist von Dauer.

Eine exakte Analyse und die genaue Planung des Eingriffs sind für das Gelingen der Operation unerlässlich.