Das Wachstum des Gesichtsschädels ist zumeist mit dem 18. Lebensjahr abgeschlossen, davor sollte eine Nasenkorrektur tunlichst vermieden werden.
An einer Nase kann sehr viel korrigiert werden. Die häufigsten Korrekturen betreffen den Höcker, die Nasenspitze und die Länge der Nase. Andere Korrekturen betreffen den Sattel, die Projektion, den Verlauf des Nasenrückens, die Nasenwurzel, die Größe der Nasenlöcher, den Nasolabialwinkel, die Länge der Nasenbasis u.v.m.
Die Planung einer Nasenoperation besteht aus zwei Etappen. Zunächst wird der Wunsch des/der Patienten/in erfasst und danach die beabsichtigten Veränderungen in einem Computerprogramm simuliert. Auf diese Art und Weise kann der Operateur beurteilen, ob die Vorstellungen des Patienten medizinisch vertretbar bzw. ästhetisch sinnvoll sind. Nicht selten wird dem Patienten nach der Simulation klar, dass die von ihm gewünschte Nase gar nicht zu seinem Gesicht passen würde und er entscheidet sich für eine andere, gemeinsam mit dem Operateur erarbeitete Veränderung.
Angeborene oder durch einen Unfall entstandene Deformitäten der Nase stellen eine medizinische Indikation zur Korrektur dar. Gleiches gilt für alle angeborenen und erworbenen Veränderungen an der Nase, die zu einer Beeinträchtigung der Nasenatmung führen.
Liegt eine medizinische Indikation vor, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Eingriff.
Es gibt drei operative Zugänge: geschlossen, halboffen, offen. Jede Methode hat ihre Indikation sowie bestimmte Vor- und Nachtteile. Daher sollte jeder Nasenoperateur alle drei Methoden beherrschen.
Bei der geschlossenen und bei der halboffenen Methode liegen die Narben innerhalb der Schleimhäute im Inneren der Nase. Bei der offenen Methode verbleibt eine kaum sichtbare, 2-3mm lange Narbe auf halber Höhe des Nasenstegs.
Wenn sich der Eingriff auf die Korrektur der Weichteile beschränkt, kann auch in Lokalanästhesie operiert werden. Wird bei dem Eingriff auch der Knochen miteinbezogen, muss in Vollnarkose operiert werden.
Medizinische Komplikationen umfassen vorwiegend Nachblutungen und Atembeschwerden. Viel häufiger sind jedoch das Ergebnis betreffende Komplikationen, die sehr zahlreich sein können: zu stark/zu wenig abgetragener Höcker, schiefe Nasenwände, unharmonischer Nasenrücken, zu klobige Nasenspitze u.v.m. Reparative Eingriffe nach misslungenen Nasenkorrekturen sind häufig möglich, bedürfen jedoch großer Erfahrung auf dem Gebiet der ästhetischen Nasenchirurgie.
Je nach Umfang des Eingriffs ist mit ein bis zwei Nächten Spitalsaufenthalt zu rechnen.
Je nach Umfang des Eingriffs sind die Spuren der Operation (Schwellungen, blaue Flecken etc.) etwa 2 Wochen nach der Operation abgeklungen.
Die Länge des Kinns spielt eine entscheidende Rolle im Harmoniebild des Gesichts. Im Idealfall bilden der vorderste Punkt der Stirn und das Kinn eine Ebene. Abweichungen können oft ohne umfangreiche kieferchirurgische Maßnahmen korrigiert werden.