Eine Fettabsaugung sollte sinnvollerweise nicht vor dem 18. Lebensjahr durchgeführt werden. Nach oben hin gibt es grundsätzlich keine Einschränkung wenn es keine gesundheitlichen Einwände gibt.
Neben der „Klassischen Fettabsaugung“, die 1980 erstmals durchgeführt wurde, gibt es eine Reihe anderer Methoden, die für sich in Anspruch nehmen, das Gewebe mehr zu schonen. Dazu gehören Ultraschall-assistierte, Laser-assistierte, Wasserstrahl-assistierte, Vibrationsassistierte oder Elektrisch-assistierte Fettabsaugung. Meiner Ansicht nach ist die Lipomatic® (vibrationsassistiert mit dreidimensional rotierender Kanüle), die auch ich einsetze, die derzeit beste Methode Fett abzusaugen, weil sie sowohl Gefäße, Nerven & Bindegewebesepten besonders schont als auch sehr effektiv ist.
Die Fettabsaugung ist dann ideal einsetzbar, wenn bei normalem Körpergewicht unvorteilhafte Fettansammlungen vorliegen (z.B. Reiterhosen, Hüften, Oberschenkel). Sie dient der Harmonisierung der Körperform und nicht primär der Gewichtsreduktion.
Mit der Lipomatic® kann grundsätzlich an allen Körperregionen Fett abgesaugt werden, selbst heikle Areale wie Waden, Hals etc. stellen kein Hindernis mehr dar.
Wird der Eingriff in örtlicher Betäubung durchgeführt, liegt die derzeit empfohlene Obergrenze bei 3l reinem Fett. Wird in Vollnarkose gearbeitet und eine entsprechende postoperative Überwachung sichergestellt, kann auch mehr abgesaugt werden.
Zwischen zwei Sitzungen mittleren Ausmaßes sollten zumindest zwei Monate liegen.
Eine Fettabsaugung ist grundsätzlich ein ästhetischer Eingriff und wird daher von der Krankenkasse nicht übernommen.
Gesundheitliche Komplikationen umfassen vorrangig Schock und Embolie, beides ist bei sinnvoller Planung, Einsatz einer gewebeschonenden Methode und sorgfältiger Durchführung weitestgehend zu vermeiden. Das Ergebnis betreffende Risiken umfassen Asymmetrien, Dellenbildungen und Hautverfärbungen. Ästhetische Komplikationen können fast immer vollständig korrigiert werden.
Um die Absaugkanüle in das Fett einzubringen, müssen kleine Hautschnitte gesetzt werden. Diese sind 2-6mm lang und heilen zumeist so zart ab, dass sie kaum erkennbar sind. In den ersten Monaten können die Narben etwas gerötet sein und fallen dadurch mehr auf. Mit der Zeit blassen aber ab und sind nahezu unsichtbar.
Dies hängt in hohem Maße von der Anzahl der abgesaugten Regionen, der Absaugmenge und von der individuellen Schmerzempfindlichkeit ab. Im Allgemeinen ist man nach 7-10 Tagen wieder normal belastbar.
Das Tragen der Kompressionswäsche ist für die Dauer von 4-6 Wochen empfehlenswert. Durch die Kompressionswäsche entstehen weniger Hämatome, das Gewebe wird gestützt und die Haut passt sich den neuen, reduzierten Volumenverhältnissen besser an.
Grundsätzlich schon. Da aber durch die OP die Anzahl der Fettzellen an den abgesaugten Stellen reduziert wird, nimmt man dort deutlich weniger leicht zu.
Bleiben Gewichtsschwankungen von mehr als 5kg aus, sind die Langzeitergebnisse im Allgemeinen ausgezeichnet.