Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Menschen altern individuell daher gibt es kein einheitliches Alter für die Operation. Je nachdem wie sehr man unter den altersbedingten Problemzonen leidet, kann ein Eingriff schon mit 45 oder aber erst mit 60 relevant werden. Die Aufgabe eines seriösen Arztes ist es, Ratsuchende darüber aufzuklären, was medizinisch sinnvoll & machbar ist.
Bei korrekter Durchführung gewinnt man in etwa 10 Jahre.
Bei korrekter Durchführung besteht keine Gefahr eines Mimikverlustes. Voraussetzung ist, dass nicht die Gesichtshaut gespannt wird, sondern die darunterliegende Faszie, das SMAS.
Ein Facelifting kann nach 10 Jahren wiederholt bzw. ergänzt werden. Mehr als drei Operationen sind nicht empfehlenswert.
Darunter versteht man stark eingeschränkte Lifting-Verfahren mit geringer Effektivität, die als einzigen Vorteil die rasche Rekonvaleszenz und eine geringe Komplikationsrate aufweisen. Ein Mini-Lifting ist nur in relativ jungen Jahren angezeigt (35-45 Jahre), wenn kaum Hautüberschuss vorliegt und das Gewebe noch relativ straff ist.
Abgesehen von den Augen, die mit der Augenlidkorrektur ästhetisch verbessert werden, gibt es für jede Gesichtsregion (Stirn, Mittelgesicht, Wange, Hals) eine Korrekturmöglichkeit.
Das Mittelgesicht erstreckt sich vom Unterrand des Unterlides bis zum Mundwinkel und reicht seitlich bis zum Jochbein.
Krähenfüße werden am effektivsten im Rahmen einer seitlichen Augenbrauenhebung bzw. auch mit einem Stirnlifting verbessert. Fältchen um den Mund lassen sich chirurgisch nicht korrigieren, hierfür eignen sich Laser- oder Peelingbehandlungen.
Mit einem Stirnlifting werden die queren Stirnfalten beseitigt und die Augenbrauen angehoben. Durch das Anheben der Augenbrauen beseitigt man den „finsteren Gesichtsausdruck“ und auch ggf. vorhandene Pseudoschlupflider.
In Abhängigkeit der eingesetzten Methode verläuft die Narbe entweder vollständig bedeckt im Haarbereich (coronares Stirnlifting) oder entlang der Stirn-Haar-Grenze (prätrichiales Stirnlifting). Nach einem endoskopischen Stirnlifting verbleiben einige kleine Narben im Haarbereich.
Mit einem Mittelgesichtslifting werden die Nasolabialfalten korrigiert, Tränensäcke und Augenringe beseitigt und eine abgeflachte Jochbeinregion „aufgepolstert“.
Wird das Mittelgesichtslifting als alleinige Operation durchgeführt, verlaufen die Narben so wie bei einer Unterlidstraffung knapp unterhalb der Wimpern der Unterlider. Wird das Mittelgesichtslifting als ergänzende Maßnahme eines Wangenliftings eingesetzt, entstehen keine zusätzlichen Narben.
Mit einem Wangenlifting korrigiert man die Hamsterbacken, beseitigt Hautfalten im Wangenbereich und korrigiert in geringem Maße auch die Nasolabialfalten.
Beim klassischen Wangenlifting verlaufen die Narben ausgehend vom Haaransatz in der Schläfenregion abwärts entlang des Ohrknorpels zum Ohrläppchen, danach auf der Ohrhinterseite wieder aufwärts zum Haaransatz.
Mit einem Halslifting korrigiert man das Doppelkinn, beseitigt den Truthahnhals und schafft in der Profilansicht wieder einen schönen Winkel zwischen Kinn & Hals.
Bei einem Halslifting verlaufen die Narben an der Hinterseite der Ohren bzw. auch an der Unterseite des Kinns, wenn als ergänzende Maßnahme das Platysma gestrafft wird.
Wenn die Haut straff ist und das Doppelkinn vorwiegend aus Fett besteht, kann eine Fettabsaugung allein durchaus gute Ergebnisse erzielen.
Hals- und Wangenregion werden häufig gemeinsam operiert. Das Mittelgesicht stellt eine nicht unbedeutende Erweiterung des Wangenliftings dar, eine gemeinsame Operation ist zwar möglich, muss aber gut überlegt werden. Das Stirnlifting mit einem Wangenlifting zu kombinieren, stellt eine bedeutende Erweiterung dar und sollte nicht routinemäßig gemeinsam operiert werden.
Die häufigste Komplikation ist die Nachtblutung. Seltener treten Wundheilungsstörungen auf. Verletzungen eines Gesichtsnervs sollten in geübter Hand nicht vorkommen. Schwellungen und Gefühllosigkeit vergehen zumeist innerhalb einiger Wochen.
Je nach Umfang des Eingriffs ist mit ein bis zwei Nächten Spitalsaufenthalt zu rechnen.
Das Auftreten von Schmerzen ist nach einem Facelifting sehr selten. Es kann jedoch zu Spannungsgefühlen kommen, die nach wenigen Wochen üblicherweise abklingen.
Je nach Umfang des Eingriffs, sollten 2-4 Wochen Schonung eingeplant werden.